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Graue Theorie und grüne Realität im Vergleich Martin-Luther-Gemeinde in Oker veranstaltet Brunch zum „Tag der Architektur" – Fachmann Lutz Schleich erklärt Baumaßnamen
OKER. „Der Hof um die Martin-Luther-Kirche wurde mit Umfassungsmauer und Baumkreis befriedet und als fernwirksame Landmarke freigestellt." Dieses Fachchinesisch erklärte Lutz Schleich, Architekt und Stadtplaner vom Bund Deutscher Architekten, am Sonntag in Oker. Die Martin-Luther-Gemeinde hatte zu einem Brunch eingeladen. Anlässlich des Tags der Architektur kam Schleich noch einmal an den Ort des Geschehens zurück. Seit Januar 2008 sind die Bauarbeiten am Kirchhof beendet. Die beplante Fläche betrug 11500 Quadratmeter, die Kosten beliefen sich auf etwa zwei Millionen Euro. Als eine „architektonische Herausforderung" bekam er einen Platz in der Broschüre zum Tag der Architektur, in der 129 Bauobjekte in Niedersachsen und Bremen vorgestellt werden. Doch was genau planten die Bauherren in Oker?
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Eine Stützmauer sollte her, die um die Kirche führt, aber nicht durchgängig ist. Bänke, um auf dem Kirchhof zu verweilen, mussten aufgestellt werden. Es galt, Materialien aus der Region zu verwenden. Die Bauherren entschieden sich für hellen ockerfarbenen Kalksandstein. Der künftige Kirchhof sollte einen Ort der Ruhe, aber auch der Begegnung darstellen, war man sich einig. Bäume, rund um die Kirche gepflanzt, tragen heute zum idyllischen Bild bei und grenzen zugleich auf natürliche Weise vom Straßenlärm und der Umgebung ab. Das sei ein Ziel gewesen, sagte der Architekt den 50 Zuhörern. Anhand der Baupläne erklärte er seine vorausschauende Planung, bei der er künftige Veränderungen im Straßenverlauf und andere bauliche Maßnahmen berücksichtigt hatte. Für die Okeraner war die Gestaltung des Raumes um das Gotteshaus besonders wichtig: Es ist der Mittelpunkt des Stadtteils.
(GZ-Artikel vom 2. Juli 2008)
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Der Kirchplatz
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