Kommentar der GZ

KOMMENTAR

Hinweis: Dieser Kommentar ist die persönliche Meinung von Herrn Breuer und deckt sich in weiten Teilen nicht mit der Einschätzung des Vorstandes zur Sitzung am 14.12.2009 in der Sportklause (siehe auch Einladung)

In Oker wird die Wirklichkeit ausgeblendet
Von Heinz- Georg Breuer
Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus: Drei Ratsherren und weitere politische Funktionsträger von SPD und Linken sitzen am Montag in der außerordentlichen Sitzung des Stadtteilvereins zur Zukunft der Begegnungsstätte. Gleichwohl kommt einem das Ganze vor wie ein unverbindliches Kaffeekränzchen und nicht wie eine wichtige Weichenstellung am Vorabend einer Ratssitzung.
Damit ist das Problem hinreichend beschrieben: Weil zwei konkurrierende Politiker nicht (mehr) miteinander können und sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den Nägeln gönnen, wird mittlerweile in Oker die Wirklichkeit ausgeblendet. Kein Wort vom linken Wortführer Rüdiger Wohltmann über den vom roten Kontrahenten Gerd Politz initiierten SPD/FDP- Ratsantrag. Und kein Wort darüber umgekehrt von den Genossen, auch nicht, dass die von Politz dauerdiffamierten „Kommunisten" die eigentliche Triebfeder bei der Übernahme der Begegnungsstätte durch den Stadtteilverein sind, wenn dieser auch selbstverständlich parteipolitisch unabhängig ist.
Will man mit dem Vorhaben Erfolg haben, dann wird es höchste Zeit, wieder in ein reales Miteinander zurückzukehren. Schließlich braucht man dafür eine Mehrheit im Stadtrat. Und die könnte ganz schnell gefährdet sein, wenn die Okeraner über den politischen Zwist hinaus vor allem ihre Skepsis als zentrale Botschaft in Richtung Goslarer Rathaus senden.
Was einen ein zweites Mal richtig staunen lässt. Früher, da bedurfte es keiner großen Überredung, bis der halbe Stadtteil die Oker- Promenade sauber machte. Es gab auch nicht viel Federlesens bei der ehrenamtlichen Übernahme des Freibads und der Bücherei. Wo ist die mitreißende Solidarität der Okeraner geblieben?

GZ vom 16.12.2009


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