Die Oker

Quelle und Oberlauf
Die Oker entspringt als Große Oker auf etwa 910 m ü. NHN Höhe im Nationalpark Harz in Hangmooren am Westhang des Bruchbergs, etwa einen Kilometer südwestlich der Wolfswarte. Etwa 2,5 km unterhalb der Quelle wird ihr Kerbtal vom Dammgraben gequert, der bei Niedrigwasser das gesamte Wasser der Oker in Richtung Westen ableitet. Einen Kilometer weiter nordwestlich erreicht die Große Oker das Stadtgebiet von Altenau, wo sie ab Einmündung der Kleinen Oker nun Oker heißt und auch die Altenau mit dem Schneidwasser, die Rotenbeek und das Schwarze Wasser aufnimmt. Die Okertalsperre kurz unterhalb von Altenau liegt auf etwa 410 m Höhe. Hier münden weitere Nebenflüsse wie Kellwasser, Kalbe, Hune, Lange und Schalke. Der Abfluss aus der Talsperre erreicht das Unterwasser in der Regel über das Wasserkraftwerk Romkerhalle etwa einen Kilometer unterhalb der Staumauer. Bei Bedarf (Wasserüberschuss, Betriebsstörungen) erfolgt die Wasserabgabe über den Grundablass am Fuß der Staumauer; bei extrem seltenen Hochwasserereignissen (etwa alle 20 Jahre) auch über die Hochwasserentlastungsanlage.
Unterhalb des Stausees ist das Okertal bis über 350 m tief in die umgebenden Oberharzer Rumpfflächen eingeschnitten. Hier befindet sich mit dem Brautstein-Osthang der mit nahezu 350 m höchste Steilhang des Harzes. Typisch sind zahlreiche Klippen wie z. B. die Kästeklippen. Auf rund 190 m Höhe verlässt der Fluss den Harz und nimmt von links die Abzucht auf, die mit der Gose das Gebiet des Goslarer Rammelsbergs entwässert.
Steinfelder und Harzvorland
Die Oker fließt unterhalb des Ortes Oker in nordöstliche Richtung bis Vienenburg durch das Steinfeld, einem außerordentlich grundwasserreichen Gebiet,[6] in dem der Fluss mit Dämmen von den Kiesabbau-Flächen getrennt wird. Zwischen Harlingerode und Vienenburg durchfließt die Oker das Naturschutzgebiet Okertal südlich Vienenburg. Vorbei am Vienenburger See folgt die Oker nach Osten dem Harlyberg, wo die von Bad Harzburg kommende Radau einmündet. Am Ende des Harly ist sie von der Bundesautobahn 395 überbaut. In Wiedelah mündet die vom Brocken kommende Ecker, soweit diese nicht als Eckergraben bis zur Steinfelder Mühle nördlich Schladen geführt wird. Die Oker knickt nach Norden ab und wird am linken Ufer von den Okerbergen begrenzt. Sie fließt dort auf etwa 110 m Höhe bis Schladen reich an Mäandern durch das Naturschutzgebiet Okertal auf niedersächsischem und sachsen-anhaltischem Gebiet. Das Flussbett in diesen ebenfalls als Steinfelder bezeichneten Landschaftsteilen ist kiesig und steinig, der Fluss relativ breit und flach.

Quelle: Wikipedia

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